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Leben in Kanada als Expatriate

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Ankommen in Kanada

Kanada nimmt jährlich rund eine halbe Million ständige Einwohner auf und behandelt Ansiedlung, anders als die meisten Länder, als politisches Ziel statt als Nebensache. Angebote für Neuankömmlinge sind finanziert, Einwanderungsberater sind reguliert, und die Formalitäten sind vorhersehbarer als das amerikanische Gegenstück. Das macht es nicht einfach, aber die Schritte sind im Voraus bekannt.

Die Liste für die erste Woche ist kurz, und die Reihenfolge ist wichtig. Eine Sozialversicherungsnummer, die vor der ersten Lohnzahlung nötig ist und bei Service Canada schnell ausgestellt wird. Ein Bankkonto, das die meisten großen Banken Neuankömmlingen mit Pass und Einwanderungsdokument eröffnen. Und die provinzielle Krankenversicherung, die am meisten unterschätzt wird: Sie wird von der Provinz verwaltet, nicht vom Land, und mehrere Provinzen verhängen eine Wartezeit von bis zu drei Monaten, in der private Absicherung nötig ist.

Wo man landet, verändert die Erfahrung stärker, als die meisten Ankommenden erwarten. Toronto und Vancouver haben die größten etablierten Gemeinschaften und die höchsten Wohnkosten im Land. Die Provincial Nominee Programs und das Atlantic Immigration Program sollen Neuankömmlinge gezielt anderswohin lenken, und Städte wie Halifax und Calgary bieten deutlich niedrigere Lebenshaltungskosten mit einem schnelleren Weg zur ständigen Aufenthaltserlaubnis für viele Antragsteller.

Sprache ist eine praktische Frage, keine Formalität. Englisch reicht fast überall, aber Französisch ist die Arbeitssprache in Québec, und die föderale Einwanderungsbewertung belohnt Kenntnisse in einer der beiden Amtssprachen. Sprachkurse sollte man als Teil des Ansiedlungsbudgets einplanen, nicht als Extra, besonders wenn die Punktzahl nah an einer Schwelle liegt.

Expat-Städte in Kanada

Häufige Fragen zum Leben in Kanada

Welche Haupteinwanderungswege gibt es nach Kanada? +

Express Entry deckt die föderalen Wirtschaftsprogramme ab, darunter das Federal Skilled Worker Program und die Canadian Experience Class, bewertet nach dem Comprehensive Ranking System. Die Provincial Nominee Programs lassen einzelne Provinzen Kandidaten auswählen, die sie brauchen, oft mit niedrigeren Schwellen als der föderale Pool. Das Atlantic Immigration Program bedient Nova Scotia, New Brunswick, Prince Edward Island und Neufundland und Labrador. Familiennachzug, Studienerlaubnisse und arbeitgeberspezifische Arbeitserlaubnisse sind die anderen üblichen Wege. Kanada hat kein Digital-Nomad-Visum, hat aber gezielte Tech-Talent-Programme durchgeführt.

Wie teuer ist das Leben in Kanada? +

Ein komfortables Budget für eine Person liegt bei etwa 2.200 bis 3.000 kanadischen Dollar im Monat in Halifax, Calgary oder Winnipeg, und 3.500 bis 4.500 kanadische Dollar in Toronto oder Vancouver, wo Wohnen der dominierende Kostenpunkt ist. Lebensmittel und Mobilfunkverträge sind international gesehen teuer. Einkommensteuer wird föderal und provinziell erhoben, der effektive Satz hängt also vom Wohnort ab.

Wie funktioniert die Gesundheitsversorgung für Neuankömmlinge in Kanada? +

Die Gesundheitsversorgung ist öffentlich und wird von jeder Provinz statt landesweit verwaltet. Ständige Einwohner und viele Inhaber einer Arbeitserlaubnis sind anspruchsberechtigt, doch mehrere Provinzen verhängen eine Wartezeit von bis zu drei Monaten ab dem Datum der Wohnsitzbegründung. Private Absicherung für diese Lücke organisieren. Die öffentliche Versicherung deckt in der Regel keine Zahnbehandlung, verschreibungspflichtige Medikamente und Sehhilfen ab, wofür die meisten Arbeitgeberleistungen und privaten Versicherer da sind.

Muss ich Französisch können, um nach Kanada zu ziehen? +

Für die meisten Landesteile nicht. Englisch reicht in jeder Provinz außer Québec, wo Französisch Arbeits- und Amtssprache ist und Beschäftigung außerhalb davon eingeschränkt ist. Die föderale Einwanderungsbewertung vergibt Punkte für Kenntnisse in einer der beiden Amtssprachen, und Französischkenntnisse können den Express-Entry-Score deutlich verbessern, auch für Antragsteller, die sich außerhalb Québecs niederlassen.

Sollte ich mich in Toronto oder einer kleineren kanadischen Stadt niederlassen? +

Toronto und Vancouver haben die größten etablierten Gemeinschaften und die tiefsten Arbeitsmärkte, aber auch die höchsten Wohnkosten im Land. Die Provincial Nominee Programs und das Atlantic Immigration Program sollen Neuankömmlinge gezielt in andere Provinzen lenken, oft mit niedrigeren Auswahlschwellen. Städte wie Halifax, Calgary und Winnipeg bieten niedrigere Lebenshaltungskosten und für viele Antragsteller einen schnelleren Weg zur ständigen Aufenthaltserlaubnis. Der Kompromiss ist ein kleinerer Arbeitsmarkt in spezialisierten Bereichen.